Der Morgen startete wieder pünktlich um 7 Uhr,
mit einem prüfenden Blick nach draussen. Die Aussicht
versprach einen wettertechnisch interessanten Tag.
Zwar war es etwas frischer als die Tage zuvor, wir
wagten uns trotzdem gegen 7.45 Uhr auf den Balkon zum
Frühstück. Allerdings mit Pulli. Sicherlich ernteten
wir den ein oder anderen kritischen Blick. Denn alle
anderen Gäste frühstückten drin.
Trotz ein paar grauer Wolken, die am Schlern
vorbei zogen, machten wir uns mit dem Auto auf den
Weg Richtung Seiser Alm( m ü.d.M.). Leider
kamen wir nicht ganz hoch. Seit 2004 darf man da nur
noch als "Anlieger", sprich Hotelgast, zu bestimmten
Zeiten hoch. So kehrten wir um und fuhren zur Seiser
Alm-Seilbahn, eine Kabinenlift (von uns "La Gondola"
getauft). Mit "La Gondola" kamen wir wohl behalten
auf dem Compatsch an.
Wie gut, hatten wir
alle Jacken mitgenommen. Es
war s****ehr kalt. Nachdem wir uns also schön warm
angezogen hatten und nach kurzer Überlegung ob nun:
Sessellift hoch
und runter, nur hoch
fahren und zu Fuß runter oder umgekehrt, entschieden
wir uns für den Aufstieg zum Puflatsch.
Es hat sich gelohnt! Das Panorama war klasse.
Das einzigste, was störte: die Kälte, je höher man
kam. Der Wind pfiff und rundherum gab es immer wieder
Regenschauer. Auf der Hütte angekommen, genehmigten
wir uns lecker Speckknödel in Suppe, Spinatknödel mit
brauner Butter und zum Nachtisch Apfelstrudel - mit
Rosinen... . Das heißt, Jens hat die Rosinen
gegessen, ich den Rest. Das Ganze war preiswert und
lecker.
Wer Knödel mag, wird Südtirol lieben!
Hier kommt man in Sachen Knödeln voll auf seine
Kosten.
Frisch gestärkt und aufgewärmt begutachteten wir noch
die nähere Umgebung. Unter anderem den Platz an dem
die "Schlernhexen tagen".
Abwärts ging es dann per Sessellift. Leider
mußte ich meine erste Fahrt in so einem Ding allein
absolvieren. Es war ein Einsitzer-Lift. Ich war froh,
als ich unten festen Boden unter den Füssen hatte...
. Die nächste Etappe war dann kein Problem, "La
Gondola" brachte uns zusammen nach ganz unten.
Nach unserer Berg- und Talfahrt wollten wir mal
schauen, wo die berühmten Kastelruther Spatzen
herkommen. Im Heimatort der Spatzen, war es ziemlich
voll und es gab für uns nichts besonderes an
Architektur zu entdecken. Einmal in die Kirche,
einmal aussen rum, eine Gasse entlang marschiert, das
wars. Zum Glück führte uns eine Eingebung direkt zu
einer kleinen versteckten, unscheinbaren Eisdiele.
Das Eis schmeckte lecker-lecker! Eis-schleckend
machten wir uns auf den Weg zum Auto und sagte
Kastelruth fürs erste "Auf Wiedersehen". Wir wollten
aber in dem Urlaub auf jeden Fall nochmal wieder
kommen.
Und wenn es nur zum Eis essen ist.
"Zu Hause" gab es vor dem Abendessen ein kleines
Schläfchen und danach Abendessen auf dem Zimmer:
Schüttelbrot (hartes, rundes Fladenbrot mit
Fenchelsamen und Kümmel drin), hessische Wurst,
Pfefferminztee und nach Tomaten schmeckende Tomaten
vom Kastelruther Supermarkt.
Autor:
Anke